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FOYER
ein Sicherheitskonzept

Das ornamentale Erbe des Historismus dient hier als Kulisse für die Verwaltung der potenziellen Katastrophe.
Die Elemente der Gefahrenabwehr legen sich über das Ornament und entziehen dem Raum seine repräsentative Funktion.
Am Boden zeugen drei geleerte Flaschen Romanée-Conti (Jahrgang 1978), ein weggeworfener Korken und ein Kassettenrekorder von der vorherigen Nutzung des Raumes – Relikte einer Gesellschaft, die ihren Hedonismus zelebriert, während sich die Umgebung bereits im Notfallmodus befindet.
Das Foyer ist eine brandschutztechnisch abgenommene Zone des Übergangs.
Meine Arbeiten sind vorwiegend Vektorgrafiken.
Was auf den ersten Blick wie eine Fotocollage wirken kann, ist das Resultat eines aufwendigen, manuellen Zeichenprozesses. Jedes Detail, vom Säulenkapitell bis hin zu selbst entworfenen Tapetenmustern, wird Linie für Linie digital exakt konstruiert.
Inhaltlich behandeln meine Bilder eine Vielzahl von Themen. Ein wiederkehrendes Motiv ist das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem Exzess und politischer oder ökologischer Instabilität.
Dabei überlagere ich Zeitebenen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Analog zur Theaterpraxis sind diese Grafiken, ausgehend von meinem Hintergrund im Bühnenbild, als szenische Kulissen mit angelegt.
Ich bin bildender Künstler und lebe in Wien. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Konstruktion digitaler Grafiken. Basierend auf dieser präzisen, zweidimensionalen Praxis entwickle ich zudem Konzepte für großformatige architektonische Raum- und Bühneninstallationen.
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